Am Dienstag, 22.03., haben wir im IBZ mit rund 15 Interessierten im Rahmen unseres Semesterthemas "Ex-Jugoslawien-zwischen Integration und Isolation" den Film "Gori Vatra" geguckt.
Dies ist eine bosnische Tragikkomödie und zeigt ein kleines Dorf im Norden Bosniens kurz nach Ende des Bosnienkrieges. Weil der damalige US-Präsident Bill Clinton seinen Besuch in dem Dorf ankündigt, gauckeln Bosnier und Serben eine friedliche Koexistenz vor. Außerdem müssen sich schnell die Gewohnheiten des Dorfes ändern: Prostituierte üben sich in Volkstänzen, Flüchtlinge werden ins Gemeinwesen eingegliedert und Politiker schließen ihre Schmiergeldkonten.
Im Vordergrund steht allerdings das vom Krieg gezeichnete Bosnien. Da die Vergangenheitsbewältigung im ehemaligen Jugoslawien noch immer sehr schwierig ist, versucht der Regisseur Pjer Zalica mit Witz und Scharfsinn die Beziehungen zwischen den Entitäten zuzuspitzen.
Unser Meinung nach ein eindrucksvoller Film und hilfreich in Bezug auf das Verstehen der bosnischen Lebensrealität und Hoffnungen für eine bessere Zukunft.
